Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen.
Sondern die Ansichten, die wir von ihnen haben.
(Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138 n.Chr.)
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
Franz Kafka, (1883-1924)
Don`t push the river it flows by itself
Fritz Pearls
Der Ton der Klangschale berührt unser Innerstes...
Peter Hess
Körper, Geist und Seele im (Ein-)Klang

Monika Neuwinger

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist inzwischen in allen Medien vertreten. Doch was bedeutet Achtsamkeit eigentlich?

Achtsamkeit ist eine freundliche, interessierte Beobachtung von Situationen, ohne diese zu bewerten oder sie sofort verändern zu wollen. Dies ermöglicht eine innere Distanz zu anerzogenen oder erlernten Automatismen – und den Ausstieg aus dem Autopilot-Modus.

Wer mit der Praxis in Achtsamkeit beginnt stellt oft überrascht fest, dass er mit seinen Gedanken nicht im Hier und Jetzt sondern ganz woanders ist – z. B. ob die Kaffeemaschine aus ist oder bei der Planung für den nächsten Termin. Vielleicht kennen Sie das auch von sich: Sie fahren mit dem Auto und können sich kaum an die Fahrt erinnern – oder Sie essen mittags in der Kantine und wissen kurz danach nicht mehr, was Sie eigentlich gegessen haben. Wir sind also nicht bewusst bei dem, was wir tun, sondern handeln halb-bewusst, wie mit "Autopilot".

Achtsamkeit bedeutet, im HIER und JETZT zu sein und seine Aufmerksamkeit ganz bewusst und ohne zu bewerten auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Das ist manchmal schwierig, da wir mit den Gedanken oft woanders sind und uns in den gegenwärtigen Augenglick bewusst zurückholen müssen. Und es ist manchmal schwierig, weil wir dazu neigen, Situationen als positiv oder negativ zu bewerten - das Nicht-Bewerten fällt uns schwer. 

Die Wurzeln der Achtsamkeit liegen im Buddhismus und bestehen aus verschiedenen Meditationen und Übungen. Prof. Jon Kabat-Zinn hat aus diesem Hintergrund eine nicht-religiöse Variante entwickelt. Diese achtsamkeitsbasierten Ansätze sind wissenschaftlich erwiesen und werden heute für eine Reihe ganz unterschiedlicher gesundheitlicher Probleme entwickelt, z. B. achtsamkeitsbasierte Stressreduktion und Einsatz bei chronischer Erschöpfung sowie Rückfallprophylaxe bei Depression.

Achtsamkeit kann Sie dabei unterstützen,

  • das, was Sie gerade tun, intensiver zu erleben
  • Ihren Alltag lebendiger und erfüllter wahrzunehmen
  • zu "entschleunigen" - und dadurch ruhiger und entspannter zu werden
  • Mitmenschen (Familie, Freunde, Kollegen) mit mehr Aufmerksamkeit und Offenheit zu begegnen
  • rechtzeitig zu erkennen, wenn Sie in negative, nicht hilfreiche Gedanken abdriften
  • selbstfürsorglich mit sich umzugehen und Handlungsfreiheit zu behalten oder zu erlangen

Interesse an Achtsamkeit?

Gerne bringe ich Ihnen das Thema Achtsamkeit durch Übungen und Anregungen näher, die Sie leicht selbst umsetzen können - egal wo, z. B. zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs. Sei es als kleines, eigenständiges Achtsamkeits- und/ oder Genusstraining, sei es als Möglichkeit der Stressbewältigung oder sei es, weil Sie wieder mehr im Hier und Jetzt sein möchten – anstatt in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Denn das Leben findet HEUTE statt, nicht gestern, nicht irgendwann. Bei Interesse überlegen wir gemeinsam, in welchem Rahmen wir ein Programm für Sie entwickeln können.

Im Rahmen einer Therapie ist der Aspekt Achtsamkeit mit Bestandteil der Therapiestunde, sofern es für Sie passend ist.

 

Einzeltraining

  • Sie möchten in das Thema Achtsamkeit "hineinschnuppen", aber keinen Kursus machen?
  • Aus beruflichen Gründen fällt es Ihnen schwer, an einem regelmässigen Termin teilnzunehmen?
  • Sie fühlen sich in Gruppen nicht wohl und bevorzugen ein Einzelsetting?
  • Sie möchten Achtsamkeitsübungen zu Hause durchführen, aber sich die Übungen nicht nur aus einem Buch anlesen sondern ein paar Mal praktisch angeleitet werden, damit Sie diese Übungen später selbständig praktizieren können?

Ich biete Ihnen 3 Einzelsitzungen nach Terminvereinbarung an. Bestandteil jeder Einzelsitzung ist

  • die Vermittlung von Informationen
  • formelle Achtsamkeitsübungen (z. B. Body Scan, Sitz- und Gehmeditation, Atemübungen)
  • informelle Achtsamkeitsübungen (Verrichtung von Alltagsroutineaufgaben)

Die Übungen aus den Stunden werden bereitgestellt.

Was sollten Sie mitbringen? Sich selbst mit einer guten Portion Neugierde und Offenheit sowie der Bereitschaft, zwischen den Sitzungen Achtsamkeitsübungen zu Hause zu machen. Den Zeitaufwand bestimmen Sie selbst - ich empfehle täglich 10-20 min.