Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen.
Sondern die Ansichten, die wir von ihnen haben.
(Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138 n.Chr.)
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
Franz Kafka, (1883-1924)
Don`t push the river it flows by itself
Fritz Pearls
Der Ton der Klangschale berührt unser Innerstes...
Peter Hess
Körper, Geist und Seele im (Ein-)Klang

Monika Neuwinger

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Informationen zum Thema Burnout-Syndrom

Hier habe ich ein paar Informationen für Sie zum Thema Burnout zusammengetragen: Burnout-Syndrom aus Sicht der WHO, typische Symptome und mögliche Ursachen eines Burnout, wer ist betroffen sowie welche Möglichkeiten haben ich:

 

Burnout-Syndrom aus Sicht der WHO

Das Burnout-Syndrom gilt gemäß der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht als eigenständige Krankheit und ist damit nicht im internationalen Diagnosesystem ICD-10 klassifiziert. Es kann aufgrund von Symptomen nur als Zusatz- bzw. Begleitdiagnose gestellt werden.  Deswegen können medizinische oder psychotherapeutische  Behandlungen nur dann abgerechnet werden, wenn im Behandlungsfall die Kriterien einer anderen Krankheit erfüllt sind. Ein Grund, warum Mediziner häufig auf Diagnosen ausweichen wie z. B. „Chronisches Erschöpfungssyndrom“, „Chronisches Müdigkeitssyndrom“ oder „affektive Störung“. Trotz fehlender eindeutiger und offizieller Definition wird die Diagnose "Burnout-Syndrom" in der Regel anhand der vorliegenden Symptome erstellt.

Was sind typische Symptome eines Burnout?

Typische Symptome können sein dauerhafte Müdigkeit und Erschöpfung, Gefühl der inneren Leere, Versagensängste, verminderte Leistungsfähigkeit im Beruf, Verzweiflungs- und Hoffnungslosigkeitsgefühle, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Motivationsverlust, Gereiztheit oder zynische Einstellung gegenüber dem Leben. Begleitende Symptome sind häufig Rückenschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Kopfschmerzen, Verspannungen.

Welche Ursachen gibt es?

Man hat u. a. folgende Ursachen für ein Burnout-Syndrom identifiziert:

  • die aktuelle Situation, z. B. der Arbeitsplatz (dazu zählt auch der Arbeitsplatz Familie), die Arbeitslast, das Miteinander im Beruf – man spricht hier auch von sogenannten „Zwickmühlen“, in denen sich ein Betroffener befindet, da er nicht einfach aus der Situation heraus kann und keinen Ausweg sieht
  • die eigene Person mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen, z. B. hohes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Glaubenssätze wie z. B. sei perfekt, sei stark
  • der persönliche Umgang mit Belastungen, z. B. überschreiten der eigenen Belastungsgrenze, die Fähigkeit „Nein“ sagen zu können, Vernachlässigung der eigenen Ressourcen

Kurz und knapp: Beim Entstehen des Burnout- Syndroms fehlen die subjektiv wahrgenommenen Möglichkeiten, die Situation zu verändern bzw. ihr entrinnen zu können.

Wer ist betroffen?

Burnout ist keine reine Mangerkrankheit und zeigt sich in allen Schichten und in unterschiedlichen Lebensaltern. Betroffen sein können alle: der Schüler, die Studentin, pflegende Angehörige, Menschen in heilenden und pflegenden Berufen, Lehrer, Seelsorger, Büroangestellte, Verkäufer, Hausfrauen, Mütter...  Auch Menschen, die sich in erster Linie über ihre Arbeit definieren, sind Burnout-gefährdet – das Motto ist hier häufig „ich lebe, um zu arbeiten“, alles andere wird als nebensächlich betrachtet.

Burnout-Therapie und Burnout-Prophylaxe

Bei starker Symptomatik kann ein Besuch bei einem Facharzt oder der Aufenthalt in einer auf Burnout spezialisierten Klinik sinnvoll sein.

Je nach Ausprägung ist auch eine Behandlung in einer ambulanten Praxis möglich. Da das Burnout-Syndrom nicht als eigenständige Krankheit gilt und jeder therapeutische Prozess anders läuft, gibt es keine einheitliche, wissenschaftlich erprobte Burnout-Therapie. Ein Burnout-Syndrom kann viele unterschiedliche Hintergründe in jeweils anderer Ausprägung haben – und so vielfältig wie die Themen, so unterschiedlich sind auch die unterschiedlichen Methoden, die zur Linderung oder Heilung von Burnout-Symptomen zum Einsatz kommen.