Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen.
Sondern die Ansichten, die wir von ihnen haben.
(Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138 n.Chr.)
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
Franz Kafka, (1883-1924)
Don`t push the river it flows by itself
Fritz Pearls
Der Ton der Klangschale berührt unser Innerstes...
Peter Hess
Körper, Geist und Seele im (Ein-)Klang

Monika Neuwinger

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Nehmen Sie Ihren Atem bewusst wahr?

Atmen... ein natürlicher Vorgang des Körpers, über den wir in der Regel nicht großartig nachdenken. Jeder Mensch atmet automatisch, atmen ist Leben. Doch der Atem hat Einfluss auf unser Leben, unseren Körper: wir können unseren Herzschlag durch langsames Atmen beruhigen oder durch schnelles Atmen beschleunigen. In Stress- oder Angssituationen zum Beispiel beschleunigen sich unser Atem und unser Herzschlag normalerweise automatisch. Sind wir häufiger in Stresssituationen, schleichen sich Verspannungen ein, wir atmen sehr flach und nicht mehr tief in den Bauch hinein. Wenn wir in diesen Situationen einen Moment innehalten und tief ein- und ausatmen, kann das eine beruhigende, entspannende Wirkung haben und es kann sich schneller wieder eine innerliche Ruhe einstellen. Probieren Sie doch einmal eine Atemübung aus:

Bewusst ein- und ausatmen - eine Atemübung

Legen Sie sich entweder flach auf den Rücken und legen Ihre Hände auf Ihren Bauch, damit Sie die Ein- und Ausatmung wahrnehmen, spüren können. Oder falls das nicht passend ist, setzen Sie sich auf einen Stuhl, beide Füsse fest auf dem Boden, und legen in dieser Sitzposition die Hände auf den Bauch. Nun atmen Sie tief ein und aus - so tief, dass Sie den Atem und die Atembewegung im Bauchraum spüren können; der Bauch hebt sich bei der Einatmung und senkt sich bei der Ausatmung. Machen Sie diese Übung ein paar Mal, ohne Ihren Atem irgendwie zu beeinflussen. Wenn Sie die Übung vertiefen möchten, atmen Sie bewusst, indem Sie beim Einatmen bis vier und beim Ausatmen ebenfalls bis vier zählen. Falls das noch ungewohnt für Sie ist, fangen Sie mit einer kleineren Zahl an. Atmen Sie dabei durch die Nase ein und durch den Mund aus. Bewerten Sie Ihren Atem nicht - nehmen Sie ihn so an, wie er ist. Achten Sie darauf, sich dabei nicht anzustrengen oder den Atem anzuhalten - das Ziel der Atemübung ist die Entspannung, nicht die Anspannung oder gar Atemnot. Spüren Sie einmal 5-10 Minuten einfach nur Ihrem Atem nach - und wenn Sie mögen, legen Sie eine Hand auf den Bauch und die andere Hand auf den Brustbereich. Wo spüren Sie Ihren Atem deutlicher?

Vielleicht können Sie mit dieser Atemübung ein Stückchen Entschleunigung in Ihren Alltag bringen...