Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen.
Sondern die Ansichten, die wir von ihnen haben.
(Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138 n.Chr.)
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
Franz Kafka, (1883-1924)
Don`t push the river it flows by itself
Fritz Pearls
Der Ton der Klangschale berührt unser Innerstes...
Peter Hess
Körper, Geist und Seele im (Ein-)Klang

Monika Neuwinger - Traumatherapie & Psychotherapie in Köln

Heilpraktikerin (Psychotherapie)

Selbstwertgefühl – der Versuch einer Definition

Was ist das eigentlich, Selbstwertgefühl? Definitionen dazu gibt es viele, ich habe mir zwei herausgesucht...

 In Wikipedia wird Selbstwert wie folgt definiert:

"Unter Selbstwert (auch: Selbstwertgefühl, Selbstwertschätzung, Selbstachtung, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen) versteht die Psychologie die Bewertung, die man von sich selbst hat."

Mir persönlich gefällt die vereinfachte Definition von Nathaniel Branden sehr gut:

"Das Selbstwertgefühl ist die Erfahrung, dass wir uns dem Leben und all seinen Herausforderungen gewachsen fühlen."

Es basiert auf

  • dem Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten – und dadurch mit den Herausforderungen des Lebens fertig zu werden und
  • dem Vertrauen darauf, dass wir das Recht haben, glücklich und erfolgreich zu sein, geliebt zu werden als auch das Recht darauf, eigene Bedürfnisse sowie Wertevorstellungen zu haben

Betrachten wir einmal folgende Bilder:

Lisa Fröhlich erwartet von anderen, mit Respekt und auf Augenhöhe behandelt zu werden – für sie ist das ganz natürlich und selbstverständlich. So behandelt sie schließlich auch andere.

Paula Klein findet Unhöflichkeiten ihr gegenüber sowie das Ausnutzen ihrer Gutmütigkeit hingegen als völlig normal, das zieht sich durch ihr ganzes Leben. Schön findet sie das nicht, sie behandelt andere auch nicht so – aber was soll sie schon dagegen machen.

Was meinen Sie, welche Signale Lisa Fröhlich und welche Signale Paula Klein aussendet - und wie das Umfeld reagiert?

Hinzu kommt unser Bild von uns selbst – also die Selbstwahrnehmung – und das Bild, wie andere uns sehen, die Fremdwahrnehmung. Mit Selbstwahrnehmung ist nicht unser Spiegelbild gemeint sondern wie schätzen wir unsere Eigenschaften, Gefühle und Fähigkeiten ein. Wenn wir selbst an uns zweifeln, wie können wir dann Lob annehmen oder glauben, dass wir einfach so gemocht oder geliebt werden, wie wir sind, um unser selbst willen?

Wichtig ist, sich nicht zu überschätzen, aber auch, sich nicht kleiner zu machen, als man ist.Ein Zuviel an Selbstwertgefühl gibt es übrigens nicht - denn Personen mit einem guten bzw. hohen Selbstwertgefühl haben nicht den Drang, sich in den Vordergrund zu stellen oder sich anderen gegenüber als überlegen darzustellen, da sie sich selbst nichts beweisen müssen.

Möglichkeiten, dorthin zu kommen, können sein

  • Achtsamkeitsübungen
  • Herausfinden des eigenen inneren Kritikers und eine differenzierte Betrachtung
  • Identifikation und Prüfung des eigenen Werte- und Normensystems
  • Selbstfürsorge